Sonstiges

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Alles Mögliche in & um die association ★ 14a

Friedel54 verteidigen!

Stellungnahme zur drohenden Räumung der Friedel54

Der Kiezladen Friedel54 entstand Januar 2005 als „verlängertes Wohnzimmer“ und entwickelte sich zu einem Sozialen Zentrum in Nord-Neukölln. Unzählige Personen und Initiativen bauten über die Jahre den Laden zu dem auf, was er jetzt ist: eine soziale und kämpferische Infrastruktur für die Nutzer_innen und die Nachbarschaft im Kiez.

Für uns liegt die Notwendigkeit solcher Orte auf der Hand. Auch wenn soziale und politische Solidarität vor allem in den Alltagsrealitäten und -kämpfen wächst, bleiben diese doch zumeist exklusiv oder fragmentiert. Ein Mittel, dieser Isolierung entgegenzuwirken ist das Soziale Zentrum: In Zeiten sich verschärfender Konflikte braucht es kollektive Räume der Kritik, Analyse und Organisierung.

Die (angekündigte) Räumung des Ladens würde einen massiven Einschnitt in die widerständigen Prozesse in Nord-Neukölln bedeuten. Ob solche Strukturen durch die kapitalistische Logik, politische Repression oder wodurch auch immer angegriffen werden, ist für uns erst einmal nebensächlich, und höchstens eine Frage des taktischen Umgangs damit.

Gegen Staat, Nation & Kapital – Friedel54 verteidigen!

Viel Liebe, Kraft und Hoffnung wünschen wir insbesondere den kämpfenden Mieter_innen.

association 14a & Friends, April 2016

Calais Migrant Solidarity Berlin – Donation Collection Point

Calais Migrant Solidarity Berlin – Donation Collection Point

Sammelort der Spenden für Calais Migrant Solidarity Berlin in der association ★ 14a. Hier der Text der Soligruppe:

We now have a permanent collection point for donations for Calais. We are especially seeking donations now as we will be travelling with a car to Calais soon for the upcoming skillshare week.

Calais Migrant Solidarity Berlin:

Please bring donations to:
Müßiggang: Second-Hand-Buchladen (part of association ★ 14aWegbeschreibung)

ABOUT CALAIS:

Calais is a small town on the French border to the United Kingdom, a final bottleneck through which migrants must pass on their way to England. Calais Migrant Solidarity (CMS) has been doing solidarity work with many of the thousands of migrants who have come through Calais since 2009. Over the last six months, a dramatic increase in numbers has taken place there; as of November 2014, there were an estimated 2,500 migrants living in Calais. There are no state-funded shelters in Calais for persons without papers: migrants live in extremely harsh conditions (especially now, as winter is arriving) with very limited access to organized support. For those who are trying to cross the border here, repression in the form of evictions, police brutality, right-wing violence and arrests are a constant threat.

for more see: https://calaismigrantsolidarity.wordpress.com/

WHAT WE NEED ON THE GROUND :
  • Men’s Winter Clothing and Weather-Resistant Shoes- we really need this at the moment
  • Medicine and Medical Supplies
  • Tents, tarps and sleeping bags – we always need lots of them;
  • Bikes, bike trailers and bike repair stuff – are always needed and really useful for people to stay mobile and get around;
  • Pots, pans, utensils, plates, cups, cutlery – for people in the squats and jungles;
  • Books, dictionaries, texts, zines etc – in any and all languages. Especially, English, French, Italian, Arabic, Pashto, Farsi, Tigrinya, Amharic and Greek;
  • Games & music making – card games, board games, footballs, basketballs, and any instruments etc;
  • Tools – for fixing stuff;
  • Phones, phone chargers and sim cards;
  • Cameras – we are always in need of good cameras as they are often damaged / destroyed by the police;

a.r.a.p. in der Presse

Am 17.07.2012 erschien in der taz ein Artikel über die Antirepressionsgruppe a.r.a.p. – against repression against prison. Die Gruppe ist seit August 2010 Teil der association ★ 14a

Den Artikel gibt es hier zum download: als PDF.

a.r.a.p. – für eine Gesellschaft ohne Knäste

Beratung und direkte Unterstützung für Frauen, Lesben und Trans*, die im Gefängnis sitzen.

Die Gruppe against repression against prison (a.r.a.p.) berät und unterstützt Menschen während und nach dem Gefängnisaufenthalt. Auch FreundInnen und Verwandte können die Unterstützung der a.r.a.p. in Anspruch nehmen. Seit 2003 informiert die Gruppe über Gefängnisse und ihre gesellschaftliche Bedeutung, ab dem Jahr 2010 hat sie ihre Arbeit auf direkte Unterstützung für Menschen in Gefängnissen ausgeweitet und ein feministisches Beratungsbüro für Frauen, Lesben Trans* eröffnet – mit dem Schwerpunkt „Hilfe nach dem Knast“.

Die Arbeit der a.r.a.p orientiert sich an den Alltagssorgen der InsassInnen: Die Frauen brauchen im Gefängnis oft Unterstützung beim Durchsetzen einfachster Rechte, die durch den Gefängnisalltag und seine Strukturen außer Kraft gesetzt sind: Nora, ein Gründungsmitglied von a.r.a.p., berichtet, dass momentan in Gefängnissen bei Frauen häufig das Borderline- Syndrom oder Bipolarität diagnostiziert wird. Eine therapeutische Behandlung würde ihnen aber immer wieder erschwert, indem ihnen die nötige Ausgangszeit aus dem geschlossenen Vollzug für den Besuch in der Therapiestelle nicht gewährt würde. Stattdessen würden sie oft mit Medikamenten behandelt, deren Nebenwirkungen die Arbeitsfähigkeit der InsassInnen einschränken würden.

Doch selbst wenn die Frauen und Trans* Gefängnisarbeit leisten könnten, würden sie nicht viel verdienen: Bei achtstündiger Arbeit würden sie einen Tagessatz von 7,80 Euro bis 11,94 Euro erhalten, müssten davon aber Gebrauchsgüter zu völlig überhöhten Preisen kaufen. Im Gefängnis würden, Nora zufolge, 140 Gramm Tabak 18,95 statt 16,95 Euro kosten, Süßstofftabletten sogar bis zu 5 Euro statt der üblichen 99 Cent. Sie berichtet, dass die Frauen bis vor Kurzem kein Parfum beziehen konnten, weil es Alkohol enthält, der im Gefängnis verboten ist. Mittlerweile ist der Besitz von 100 ml Parfum erlaubt, weil „die Gefängnisleitungen wohl gemerkt haben, dass nicht so viele Frauen ihr Parfum trinken wollen“, erklärt Nora mit einem kleinen Lachen.

Es gibt auch Gefangene, die die Arbeit im Gefängnis als eine Form von Zwangsarbeit ablehnen. In einem Fall habe ein Insasse sich geweigert, an den Arbeitsmaßnahmen teilzunehmen. Seine eigene schmutzige Wäsche habe er ebenfalls nicht im Gefängnis waschen lassen wollen, um die dortige Arbeit zu boykottieren. In diesem Fall tauschte die a.r.a.p. alle zwei Wochen seine gebrauchte Wäsche gegen saubere aus. Aber auch nach der Haftzeit nehmen die Probleme kein Ende: Nora erklärt, dass die ehemaligen InsassInnen oft bei der Wohnungs- und Arbeitssuche Diskriminierungen erleben und gegenüber MitbewerberInnen benachteiligt werden. Bei all diesen Problemen hilft die a.r.a.p. den Menschen mit sozialer oder juristischer Beratung weiter. Mehrere AnwältInnen arbeiten ehrenamtlich oder gegen Prozesskostenhilfe mit der a.r.a.p. zusammen und unterstützen die InsassInnen in allen Bereichen der Antragsstellung von Therapiezulassungen bis zur Haftminderung. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von a.r.a.p. Liegt bei der Unterstützung von Trans*. Momentan sind 30 Trans* in deutschen Gefängnissen untergebracht. Ihre Haftbedingungen sind besonders schwierig, weil ihre MitinsassInnen sie häufig diskriminieren. Zum Schutz vor Anfeindungen müssen sie ihre Haftzeit meistens in Isolation absitzen, wodurch die Haftbedingungen unnötig verschärft werden. Nora berichtet auch von einem Transmann, der seine achtmonatige Haftzeit zwangsweise in der Krankenabteilung verbrachte, weil die Gefängnisleitung annahm, dass er hier sicherer wäre. Um queeren Menschen den Aufenthalt im Gefängnis zu erleichtern und über die speziellen Probleme dort zu informieren, hat die a.r.a.p einen „Antirepressionsratgeber für Queers“ veröffentlicht.

Die a.r.a.p. arbeitet mit anderen Antirepressionsgruppen zusammen, unter anderem mit der Gruppe Kiralina, die ähnlich wie die a.r.a.p. Menschen in Gefängnissen unterstützt. Kirilana hat sich darauf spezialisiert, die Verschickung der drei pro Jahr erlaubten Paketsendungen zu organisieren. Mit den Paketen, die zu Ostern, Weihnachten und einem frei gewählten Zeitpunkt verschickt werden können, erhalten die InsassInnen Waren, die im Gefängnis zu teuer oder nicht erhältlich sind. Durch die Arbeit von Kiralina erhält die a.r.a.p. immer wieder Informationen über InsassInnen, die nicht durch FreundInnen oder Verwandte unterstützt werden und deshalb um Besuch oder Briefkontakt bitten.
Wer gerne selbst Menschen in Gefängnissen unterstützen möchte, kann ihnen Briefe schreiben, sie im Gefängnis besuchen oder ihnen auch Geld zusenden. Die a.r.a.p. hat auf ihrer Webseite Merkblätter mit wichtigen Informationen dazu veröffentlicht.

ZOÉ SONA

a.r.a.p.
Die Gruppe against repression against prison (a.r.a.p.) berät und unterstützt Menschen während und nach dem Gefängnisaufenthalt.

■ Im Netz
arapberlin.wordpress.com

■ Feministisches Beratungsbüro
c/o Secondhand-Buchladen Müßiggang (Treppe hoch)
Oranienstraße 14a

association ★ 14a in der Presse

Heute erschien ein kurzer Artikel über das Ladenprojekt in der Printausgabe der taz.

Kompletter Artikel auch Online: [hier] oder als [PDF]

Das Sozialprojekt „14a“

Am Heinrichplatz haben sich verschiedene soziale Projekte als Kollektiv organisiert, um Menschen in Not zu beraten oder einfach nur gute Tipps für den Behördendschungel zu geben […]

Darüber hinaus steht auch eine Infrastruktur zur Unterstützung von Selbstorganisierungsprozessen bereit.

[…] Die Räume gehören der Genossenschaft Luisenstadt. In einem Bewerbungsverfahren gab die Genossenschaft dem Kollektiv den Vortritt vor anderen kommerziellen Nutzungen. Schaut man sich den Rest des Heinrichplatzes an, würde man sich wünschen, dass manch anderer Hauseigentümer ein ähnlich soziales Bewusstsein hätte. […]

[…] Wer das Projekt unterstützen oder mitmachen will, kann das auf vielerlei Weise tun. Abgesehen davon, dass sich das Kollektiv über Spenden freut, stellt es seine Räume für Gruppen und Initiativen aus Berlin bereit. […]

… und natürlich stehen die Räume auch Gruppen und Initiativen zur Verfügung, die nicht aus Berlin kommen!