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Neue Klassenpolitik

Immer Donnerstags um 20 Uhr
vom 10. Mai bis 17. Juli 2018

Neue Klassenpolitik – was ist das eigentlich?

Was ist daran neu, was alt? Und was heißt denn hier überhaupt Klasse? Geht es darum, ein revolutionäres Subjekt zu suchen, oder um die Revolutionierung der Subjektivität? Fragen über Fragen! Diesen soll in regelmäßigen und offenen Treffen nachgegangen und neue erarbeitet werden.

Wir sind eine Initiative aus dem Bildungskollektiv der association 14a und haben bewußt kein Programm für diesen Diskussionskreis erarbeitet. Dieses steht und fällt mit den Interessen, Bedürfnissen und Perspektiven der Teilnehmenden. Wir schlagen lediglich zum Einstieg drei mögliche Punkte vor:

  1. Unmittelbar vor Beginn des ersten Treffens findet der Marx200 Kongress statt: wer noch teilnehmen konnte und die thematisch angelehnten Workshops besucht hat, könnte eine kurze Zusammenfassung geben.
  2. Überblick zur aktuellen Debatte: Zusammentragen von grundlegenden Thesen aus Buchrezensionen, Diskusionssträngen in Zeitschriften, Organisationen, etc. Alle bringen ein, was sie wissen oder evtl. vorbereitet haben.
  3. Überblick über die subjektiven Positionen der Teilnehmenden in und auf die Debatte.

Perspektivisch könnten (muss aber nicht) dann zu den Treffen beispielsweise Thesen, Schwerpunte oder “Gastreferate“ von Einzelnen vorbereitet und zur Diskussion gestellt werden.

Offenes Treffen bedeutet zum einen, inhaltlich offen im oben genannten Sinn, zum anderen jederzeit offen für interessierte Teilnehmende. Es soll einem spektenübergreifenden Austausch dienen und verschiedenen Subjektivitäten gerecht werden. Im Gegensatz zu einer Gruppe oder Lesekreis, kann auch, je nach inhaltlichen Schwerpunkt, jederzeit teilgenommen werden

Und warum das alles:

Der Kommunismus ist für uns nicht ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben wird. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt. Die Bedingungen dieser Bewegung ergeben sich aus der jetzt bestehenden Voraussetzung.

In diesem Sinne gilt es alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.

Bis bald in der association 14a

Gesammelte Beiträge / Linkliste auf http://www.sebastian-friedrich.net
Buchrezenssionen auf https://www.kritisch-lesen.de/
“Luxemburg- Spezial: neue Klassenpolitik” (PDF)

Diskussion mit Thomas Kuczynski

Im Rahmen des Grundrisse-Lesekreises
association ★ 14a
Beginn: Mi, 04.04.2018 19 Uhr

Offene Diskussion mit Thomas Kuczynski

Thomas Kuczynski ist Autor des 2017 im VSA Verlag erschienen Buches Karl Marx: Das Kapital Kritik der politischen Ökonomie, Erster Band Buch I: Der Produktionsprozess des Kapitals.

Mit ihm findet in den Räumen der association 14a eine Vorstellung der Entstehungsgeschichte seiner überarbeiteten und neu aufgelegten Ausgabe des Kapitals von Karl Marx statt.

Im offenen Gespräch werden wir uns mit ihm gemeinsam Fragen zu Krise, Kapital, Geld und möglichen Akkumulationszyklen nähern.

Lesekreis MEW 42 – Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie

Lesekreis des Bildungskollektivs in der association ★ 14a
Beginn: So, 04.02.2018, 17 Uhr

Textgrudlage ist “MEW 42”, Dietz Verlag, 1. Auflage 1983 (oder unveränderte Nachdrucke).

Die Treffen finden dann – ohne Teamer_innen – immer wöchentlich am Sonntag um 17 Uhr statt. Sie sind auf eine Dauer von ca 2 Std. angelegt.

Die Abschnitte werden selbständig gelesen und vorbereitet und dann Sonntags gemeinsam, nach einer rotierenden Einführung, diskutiert. Die ersten 4 Treffen befassen sich mit Vorwort und Einleitung, dienen dem weiteren Kennenlernen, sowie einer ersten Begriffs- und Methodenklärung. Währenddessen sollte es für Interessierte problemlos möglich sein, nachträglich in den Kreis einzusteigen.

Buchpremiere

mit dem Autor Reinhard Bernbeck
Fr, 19. Januar 2018, 20:00 Uhr

Materielle Spuren des nationalsozialististischen Terrors. Zu einer Archäologie der Zeitgeschichte

Am Nordrand des Tempelhofer Feldes stand das KZ Columbia, welches die Nazis 1938 für den Bau ihres megalomanen Flughafens abrissen. Später errichteten Rüstungsfirmen (u.a. Lufthansa) nahebei große Zwangsarbeitslager. Beide Orte wurden in den Jahren 2012 bis 2014 archäologisch erforscht. Das vorgstellte Buch gibt Einblick in die Ergebnisse dieser und anderer Ausgrabungen von Tatorten der Nazis. Es stellt zugleich die Frage, wie sich die bislang wenig beachtete Evidenz solcher Grabungen auf die Geschichtsschreibung auswirkt.

Reinhard Bernbeck lehrt an der Freien Universität Vorderasiatische Archäologie.

Buchpremiere

Di, 14. November 2017, 20:00 Uhr
Veranstalter: Berliner VVN-BdA

Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße 1941/42

Eine Veranstaltung der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten im Rahmen der Gedenk-Demonstration zum 9. November in Moabit.

Die Berliner Gestapo richtete im Oktober 1941 in der damals zweitgrößten Synagoge Berlins das Sammellager Levetzowstraße ein. Es diente dem NS-Regime bis Herbst 1942 als temporärer Haftort zur Vorbereitung der Deportation von ca. 20 000 antisemitisch verfolgten Menschen in Ghettos und KZ. Die Studie schildert die Abläufe im Lager, die Leiden der Opfer, ihre Widerstandsstrategien, aber auch die Handlungsräume und Motivationen der Täter. Ein besonderes Augenmerk gilt der Beschreibung und Analyse der Wahrnehmbarkeit der Vorgänge um das Sammellager sowie der Rolle der Berliner Bevölkerung. Das Schlusskapitel befasst sich mit der Nachkriegsgeschichte des Ortes und der gescheiterten justiziellen Aufarbeitung.

Autor: Philipp Dinkelaker, M.A. und freischaffender Künstler, studierte Neuere Geschichte, Alte Geschichte und Philosophie an der Technischen Universität Berlin.